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Sitzungswoche in Berlin vom 16. bis 20. März 2026

Wochenbericht aus Berlin – Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten, steigenden Kraftstoffpreise, Reform der Fahrschulausbildung, Modernisierung von Verwaltung, Digitalisierung und Forschung

Die Sitzungswoche war geprägt von den Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf Europa und Deutschland. Neben der außen- und sicherheitspolitischen Lage standen vor allem die steigenden Kraftstoffpreise, die Reform der Fahrschulausbildung, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sowie die weitere Modernisierung von Verwaltung, Digitalisierung und Forschung im Mittelpunkt der parlamentarischen Beratungen.

Plenum

Im Bundestag stand die Regierungserklärung des Bundeskanzlers zum Europäischen Rat im Mittelpunkt. Diskutiert wurden insbesondere die Folgen des Krieges im Nahen Osten, die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Deutschland sowie Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der europäischen Zusammenarbeit.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Kraftstoffmaßnahmenpaket. Mit dem Gesetzentwurf reagiert die Bundesregierung auf die stark gestiegenen Spritpreise. Künftig sollen Tankstellen Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen dürfen, während Preissenkungen jederzeit möglich bleiben. Gleichzeitig werden die kartellrechtlichen Eingriffsmöglichkeiten gegenüber marktbeherrschenden Unternehmen gestärkt und Wettbewerbsverfahren beschleunigt. Ziel ist mehr Transparenz, ein fairer Wettbewerb und eine spürbare Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Darüber hinaus begann die parlamentarische Beratung zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes. Forschungseinrichtungen sollen im internationalen Wettbewerb bessere Rahmenbedingungen erhalten, um Spitzenkräfte zu gewinnen und Innovationen zu fördern. Außerdem wurde das Gesetz zur weiteren Digitalisierung der Zwangsvollstreckung beraten und die Umsetzung der europäischen KI-Verordnung auf den Weg gebracht, um Rechtssicherheit für Unternehmen und Behörden zu schaffen und gleichzeitig Bürokratie zu reduzieren.

Verkehr

Im Bereich Verkehr stand die geplante Reform der Fahrschulausbildung im Mittelpunkt. Ziel ist es, den Erwerb des Pkw-Führerscheins bezahlbarer zu machen, ohne die Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen. Vorgesehen sind unter anderem eine stärkere Digitalisierung der Theorieausbildung, der Abbau bürokratischer Vorgaben, eine Reduzierung des Fragenkatalogs, der verstärkte Einsatz von Fahrsimulatoren sowie mehr Transparenz bei den Kosten der Fahrschulen. Gleichzeitig sollen unnötige Pflichtvorgaben reduziert und die Ausbildung insgesamt flexibler gestaltet werden.

Digitalisierung und Gesundheit

Das Bundeskabinett verabschiedete die Rechenzentrumsstrategie. Ziel ist es, Deutschland zu einem führenden Standort für Rechenzentren und Künstliche Intelligenz auszubauen. Bis 2030 sollen die Rechenzentrumskapazitäten mindestens verdoppelt und die Kapazitäten für Hochleistungsrechnen und KI vervierfacht werden. Dafür sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt, geeignete Standorte entwickelt und die digitale Souveränität Deutschlands gestärkt werden.

Zudem wurde das Medizinregistergesetz auf den Weg gebracht. Erstmals soll ein einheitlicher Rechtsrahmen für Medizinregister geschaffen werden, um hochwertige Gesundheitsdaten sicher und datenschutzkonform für Forschung, Qualitätssicherung und eine bessere Patientenversorgung nutzbar zu machen.

Fazit

Mit dem Kraftstoffmaßnahmenpaket, der geplanten Reform der Fahrschulausbildung, der Rechenzentrumsstrategie und dem Medizinregistergesetz wurden wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht, die sowohl den Alltag der Bürgerinnen und Bürger erleichtern als auch die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit unseres Landes stärken sollen.