Engpassbeseitigung Mittelrhein: Start des Planfeststellungs-verfahrens ist wichtiges Signal für die Rheinschifffahrt
Der Start des Planfeststellungsverfahrens für den Teilabschnitt 3 der Mittelrheinoptimierung ist für den Bundestagsabgeordneten Harald Orthey ein bedeutender Schritt für die Zukunft der Wasserstraße Rhein. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat heute den Beginn des formellen Verfahrens bekanntgegeben.
„Der Rhein ist das Herzstück unseres Gütertransportes. Wenn dort Engpässe bestehen, spüren Wirtschaft, Logistik und Industrie das unmittelbar. Deshalb ist es gut, dass wir jetzt im nächsten Abschnitt in das Planfeststellungsverfahren gehen und damit ganz konkret vorankommen“, so Orthey.
Im Bereich zwischen Budenheim und St. Goar stehen aktuell nur 1,90 Meter Wassertiefe zur Verfügung, zu wenig für einen verlässlichen Transport bei Niedrigwasser. Durch die Engpassbeseitigung soll die Fahrrinne künftig auf 2,10 Meter optimiert werden. Das bedeutet: Pro Schiff können 200 bis 250 Tonnen mehr Ladung transportiert werden. Das entspricht 10 bis 15 Lkw-Ladungen je Transport und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region entlang des Rheins.
Orthey betont: „Gerade in Zeiten angespannter Lieferketten brauchen wir leistungsfähige Wasserwege. Der Rhein muss dauerhaft berechenbar befahrbar sein. Das schafft Kapazitäten, entlastet unsere Straßen und trägt zu einer klimafreundlicheren Logistik bei.“
Das Projekt wird von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt sowie der Bundesanstalt für Wasserbau und der Bundesanstalt für Gewässerkunde begleitet. Die Öffentlichkeit kann ab dem 1. Dezember 2025 die Planunterlagen online einsehen und Einwendungen einreichen.
„Mir ist wichtig, dass die Menschen entlang des Rheins eng eingebunden werden. Transparenz und Beteiligung sind zentrale Bestandteile eines erfolgreichen Infrastrukturprojekts. Das Verfahren bietet dafür einen klaren Rahmen“, so Orthey.
Die Teilabschnitte 1 und 2 folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Mit dem heutigen Schritt rückt jedoch die Umsetzung des Gesamtvorhabens näher. Das ist ein Gewinn für die Rheinregion, für Deutschland und für die europäischen Lieferketten.